Christoph Kania braindump

 

TED Talk von Amanda Palmer

04.03.2013 - Christoph Kania

Amanda Palmer spricht über Bitten und Vertrauen

Ab und zu begegnen sie einem: Die kleinen Schätze im Internet. So pathetisch das auch klingen mag, aber hier ist wieder ein solcher.

Amanda Palmer ist eine amerikanische Musikerin mit einem erstaunlichen Lebenslauf. Eindrucksvoll erzählt sie, wie sie Menschen begegnet und zeigt sehr bewegend den Zusammenhang zwischen Bitten und Vertrauen. Dies gipfelt – zumindest in der publizierten Tragweite – darin, dass sie sich auf Grund des Feedbacks ihrer Fans dazu entscheidet, ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz zu veröffentlichen. Außerdem finanzieren die Fans über ein Kickstarter Projekt die Tour und die Produktionskosten eines Albums mit fast 1,2 Millionen US-Dollar.

Neben der Lebensweisheit die aus dem Vortrag spricht, verstehe ich dies auch als ein Signal in Richtung der Verwertungsindustrie: Euch braucht niemand. Wenn wir Kunden (a.k.a. Fans) überzeugt sind, geben wir unser Geld auch freiwillig – und gerne – ab.

[Update 05.03.13] Nach Diskussionen muss ich hier etwas genauer werden: Die Art und Weise, in der die GEMA agiert ist nicht akzeptabel. Ohne Zweifel benötigen Künstler Organisationen, die dafür sorgen, dass Ihre Rechte wahrgenommen werden. Wenn dies jeder Künstler für sich machen würde, wäre er in seinen Erfolgsmöglichkeiten sehr limitiert. Daher begrüße ich Initiativen wie die C3S, die Künstler in die Lage versetzen will, ihre Werke auch „außerhalb traditioneller Schemata kommerziell verwerten zu lassen“.

GEMA irrt
GMEA irrt

Und wie ich gerade sehe, tritt die GEMA mit ihrer dreisten GEMA-Vermutung mal wieder voll ins Fettnäpfchen. Auf Amandas offizieller Seite sind Youtube-Videos eingebunden. Obwohl die Musik unter CC BY-NC-SA steht, meint die GEMA, die Wiedergabe unterbinden zu müssen. q.e.d.

Quellen