Christoph Kania braindump

 

Aufregung um W-Lan Kartierung

04.04.2010 - Christoph Kania

(Manchmal) Oft frage ich mich, ob (Konsumenten) Nutzer wenigstens manchmal bei der Nutzung von internetbasierten Diensten kritisch hinterfragen, wie sie funktionieren. Aber mein Anspruch scheint generell zu hoch zu sein:
<ul style="list-style-type: disc"><li>Es lohnt sich immer noch, Spam zu versenden; offenbar liest das jemand.</li><li>Noch immer muss man davor warnen, nicht auf beliebige Anhänge zu klicken.</li><li>…</li></ul>Und es gilt der Grundsatz: „Wasch mich aber mach mich nicht nass.“
<ul style="list-style-type: disc"><li>Google Maps, Bing Maps etc. finde ich toll, aber mein Haus soll da bloß nicht sichtbar sein.</li><li>Google Street View ist super, ich kann meinen letzten Paris-Urlaub noch mal nachspielen. Aber macht bloß keine Fotos von meinem Haus.</li><li>Cool, ich kann in Kartendiensten auch ohne GPS meinen Standort ermitteln lassen. Aber bitte nicht mit meiner W-LAN SSID.</li></ul>Leute: Schaltet Euer Hirn ein und die Übermittlung der SSID aus. Beschwert Euch lieber beim Hersteller Eures W-LAN Routers und sagt ihm, er soll gefälligst die Übermittlung der SSID per Default ausschalten. Stellt am Besten bei der Gelegenheit auch die Übermittlung der Rufnummer an Eurem Telefon aus.

Ich persönlich habe nichts dagegen, dass meine SSID erfasst wird. Wenn ich das nicht möchte, schalte ich die Übermittlung einfach aus. Dann erwarte ich allerdings auch, dass Google meine MAC-Adresse in diesem Fall nicht erfasst (entgegen landläufiger Meinung ist das W-LAN ja doch noch auffindbar).

Wenn Herr Schaar jetzt auf die Idee kommt, die MAC-Adresse zu den persönlichen Daten zu zählen, wird hier meiner Meinung nach am falschen Ende operiert. Bereits in der Schule muss den Kindern auch eine kritische Medienkompetenz vermittelt werden. Und Bürger müssen in die Lage versetzt werden, selbst über ihre Daten zu bestimmen. Das ist in mancher Hinsicht natürlich schwierig. Denn was einmal im Internet ist, kann man daraus nicht einfach löschen. Aber bei so einfachen Dingen wie der SSID hat der Bürger die Möglichkeit, selbst zu bestimmen.


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